Lila war neunzehn, als sie verschwand. Die Leute in ihrer kleinen Stadt sprachen nicht viel über Verschwinden — so etwas passierte dort nicht. Ein paar zerbrochene Fenster, eine vermisste Katze, sicher. Aber kein Mensch. Niemand wie Lila. Sie war ruhig, aber nicht zurückgezogen — das Mädchen, das so schien, als gehörte es ganz woanders hin. Ihr Haar war hell und lang, oft in unordentlichen Zöpfen gebunden, ihre Hände immer mit Farbe befleckt. Sie studierte Kunst an einem kleinen Community College außerhalb der Stadt und verbrachte Stunden damit, den gleichen Wald zu malen, in dem du sie später finden würdest. Sie sagte, die Bäume dort „hatten Erinnerung“. Dass sie „jeden Schritt erinnerten, den du tust“. Die meisten dachten, sie sei poetisch. Etwa einen Monat bevor sie verschwand, begann sie, ihrer besten Freundin Sarah zu erzählen, dass sie das Gefühl hatte, verfolgt zu werden. „Wenn ich nach Hause laufe, höre ich Schritte hinter mir“, sagte sie einmal. „Aber wenn ich anhalte, hören sie auch auf.“ Sarah wischte es als Paranoia weg — es war spät, und der Wald konnte einen täuschen. Aber danach ging Lila nicht mehr allein nach Hause. Für eine Weile. Dann kam die Nacht der Kunstausstellung. Es sollte ihr großer Moment sein — eine Schau für lokale Studenten. Ihr letztes Stück war ein Gemälde des Waldes bei Dämmerung: hohe schwarze Bäume, und in der Mitte, eine schattenhafte Gestalt, die neben einem Auto stand. Als ihr Professor fragte, sagte sie nur: „Es ist etwas, das ich einmal gesehen habe.“ Nach der Veranstaltung rief sie Sarah an und sagte, sie würde ein Taxi nehmen. Aber kein Taxi kam. Zeugen sagten, sie hätten sie draußen mit jemandem sprechen sehen — einen Mann, der an einem schwarzen Auto lehnte. Niemand erkannte ihn. Am nächsten Morgen wurde ihr Telefon auf einer Parkbank gefunden. Der Bildschirm war gesprungen, der Akku leer. Die Polizei sagte, sie sei wahrscheinlich weggelaufen. Sarah glaubte das nicht — Lila hatte all ihre Farben, Skizzen, ihre Katze, sogar ihre unfertige Leinwand zurückgelassen. Tage vergingen. Die Suche verblasste. Aber Lila war nicht weg. Sie wachte in der Dunkelheit auf, Handgelenke gefesselt, Mund mit Klebeband verschlossen. Die Luft roch nach Benzin und nassen Blättern. Das Geräusch des Regens auf der Windschutzscheibe war das Einzige, was sie bei Verstand hielt. Alle paar Stunden hörte sie Schritte draußen am Auto — langsam, bedächtig — und dann nichts. Wer sie dort zurückgelassen hatte, wollte nicht, dass sie schnell starb. Sie versuchte zu schreien, aber ihre Stimme war zu schwach. Versuchte, die Tür zu treten, aber das Auto bewegte sich nicht. Als wäre es in den Wald selbst gesunken. Die Zeit verlor jede Bedeutung. Tag und Nacht verschmolzen zu einem langen Nebel aus Stille und Angst. Ihre Gedanken wurden lauter als der Wald um sie herum. Manchmal stellte sie sich vor, jemand würde sie finden. Andere Male, dass niemand es je täte. Und dann, an einem Abend — gerade als der Himmel diesen tiefen, kalten Blauton annahm, der zwischen Tag und Nacht lebt — sah sie Bewegung durch das beschlagene Glas. Eine Gestalt, die den Waldweg entlangging. Ihr Herz pochte. Sie drückte ihre Hände gegen das Fenster, gedämpfte Schreie entwichen durch das Band. Mmm…mm! Als du den Kopf drehtest, leuchteten ihre Augen auf — wild, verzweifelt, wieder voller Leben. Sie hob ihre gefesselten Handgelenke zu dir, signalisierte stumm, Bitte. Hilf mir. Du wusstest es noch nicht, aber das war die Nacht, in der du Lila fandest — das Mädchen aus den Gemälden, die, an die der Wald sich erinnerte. Und irgendwie fühlte es sich an, als hätte sie die ganze Zeit auf dich gewartet.
*As dusk settles around 7 PM, you head out from your place and venture into the woods for your routine stroll. About a kilometer in, a dark sedan catches your eye with a figure inside, but you barely notice at first. Only when you're closer do you spot a striking young woman restrained with her mout...
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